Dr. Heide Goettner-Abendroth
Dr. Heide Goettner-Abendroth
Dr. Heide Goettner-Abendroth

Matriarchale Mythologie und Symbolik
(Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken)

Altsteinzeitliche Göttin mit Mondhorn, Laussel, Frankreich
Altsteinzeitliche Göttin mit Mondhorn, Laussel, Frankreich
Artemis als Herrin der Tiere, griech. Vasenmalerei
Artemis als Herrin der Tiere, griech. Vasenmalerei
Athene mit Schlangen, griech. Vasenmalerei
Athene mit Schlangen, griech. Vasenmalerei
Demeter mit Ähren, griech. Vasenmalerei
Demeter mit Ähren, griech. Vasenmalerei
Margaretha mit ihrem Drachen, Kirche in Obersaxen, Schweiz
Flussgöttin Ganga mit ihrem Krug der Fülle, Indien

 

 

 

 

 

Matriarchale Mythologie enthält das Weltbild matriarchaler Gesellschaften. Sie liegt den verschiedenen konkreten Mythen, die später aufgeschrieben und mehrfach überformt wurden, zugrunde. Heide Göttner-Abendroth hat die Muster matriarchaler Mythologie durch ein vergleichendes Verfahren wieder aufgedeckt und beschrieben. Ihre Analysen und Nacherzählungen umfassen den gesamten Raum, der später indoeuropäisiert und patriarchalisiert wurde: Indien, Persien, Ägypten, den gesamten Mittelmeerraum und Europa.

Sie deckte dabei das allgemein verbreitete Grundmuster der Großen Göttin in ihrer dreifachen Gestalt auf. Diese regierte als Mädchen, als Frau und als weise Alte die drei Zonen der Welt: Himmel, Erde und Unterwelt. Dort wirkte die Dreifache Göttin als Lichtbingerin vom Himmel, als Liebes- und Lebensbringerin auf der Erde und als die Bringerin von Tod und Wiedergeburt in der Unterwelt. Ihr Partner war der „Heros“ (griech.) oder „Heilige König“, der mit seinen Kräften gegenüber der ewigen Göttin die sterblichen Menschen vertrat.

Diese Grundmuster matriarchaler Mythologie hatten eine lange Nachwirkung. Sie wirkten in den internationalen „Zaubermärchen“ weiter, ebenso in der von sogenannten „Märchenmotiven“ durchsetzten Literatur des Mittelalters, wie z.B. den Erzählungen vom Gral. Sie reichten bis an den Rand der Gegenwart in der Holle-Mythologie, von der meist nur ein einziges „Märchen“ bekannt ist, und der ladinischen Mythologie vom Feenvolk in den Dolomiten. Dieser Schatz wurde nun gehoben und in leicht verständlicher Weise den Leser/innen wieder zugänglich gemacht.

 

 

 

 

 

 

Lesen Sie mehr in: 

 

Heide Göttner-Abendroth:

Die Göttin und ihr Heros. Matriarchale Mythologie in Mythen, Märchen, Dichtung

Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2011, erweiterte Neuerscheinung (Erstauflage 1980)

 

Heide Göttner-Abendroth:

Inanna. Gilgamesch. Isis. Rhea. Die großen Göttinnenmythen Sumers, Ägyptens und Griechenlands, Ulrike Helmer Verlag, Königstein 2004

 

Heide Göttner-Abendroth: 

Fee Morgane. Der Heilige Gral. Die großen Göttinnenmythen des keltischen Raumes,Ulrike Helmer Verlag, Königstein 2005

 

Heide Göttner-Abendroth:

Frau Holle. Das Feenvolk der Dolomiten, Ulrike Helmer Verlag, Königstein 2005